Allah, Der den Menschen erschaffen hat, weiß am besten über dessen Konstitution und dessen Bedürfnisse Bescheid und auch darüber, in welchem Umfeld er sich auf Erden am wohlsten fühlt. Deshalb muß der Weg, den der Mensch zu verfolgen, hat der Weg Allahs sein. Schließlich wies Allah den Menschen zu jeder Zeit und unter Vermittlung von Botschaftern und Büchern den Weg und teilte den Menschen die Gedanken, Verhaltensweisen, Moral und Lebensform mit, die Sein Wohlgefallen finden. Diejenigen, die der von Allah gelehrten Lebensart und dem moralischem Modell entsprechen, sind Menschen, die sowohl auf der Welt wie auch im Jenseits hoffen dürfen, das glücklichste, ruhigste und schönste Leben zu erlangen.
Menschen, die zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Regionen leben und einer anderen Göttlichen Religion angehören, verfügen trotz dieser Unterschiede über die gleichen moralischen Werte. Für alle Menschen sind grundlegende Werte gültig, wie nicht stehlen, nicht töten, nicht ehebrechen, nicht lügen, gerecht sein, vor jeder Art von Ungerechtigkeit auf der Hut sein, Menschen höflich gegenüber treten und respektvoll zu sein. Dies ist der Grund dafür, dass die Gläubigen, auch wenn Unterschiede in Ansichten und Glaubenspraxis bestehen bestimmten Ereignissen gegenüber gleich reagieren und gemeinsam vorgehen.
Dieses gemeinsame Moralverständnis ist für Judentum, Christentum und Islam gültig. So wie Undank, Selbstgefälligkeit, Zügellosigkeit, Lügen, Spott, Egoismus, Unersättlichkeit, Gaunerei, Eifersucht, Streitsucht, Ungehorsam, Respektlosigkeit, Treulosigkeit, Geiz, üble Nachrede, Aggressivität, Grausamkeit, Verleumdung, Ungeduld, Unehrlichkeit und Hetzerei nicht zur Islamischen Moral passen, so sind sie auch in Judentum und Christentum verboten. Die Menschen wurden vielmehr dazu aufgerufen, achtungsvoll, liebevoll, gerecht, gewissenhaft, teilnahmsvoll, barmherzig, hilfsbereit, das Gute liebend, bescheiden, aufrichtig, vertrauensvoll, großzügig, dankbar, opferbereit, gehorsam und treu zu sein.
Die aufrichtig Gläubigen, die diese Göttlichen Befehle befolgen, sind achtbare, erwählte und ehrenhafte Menschen. Sie sind Allah von Herzen verbunden. Sie verfügen über einen tiefen Glauben und überragende moralische Qualitiäten. Für ihre Taten fordern sie keinerlei Gegenleistung und sind nur darum bemüht, das Wohlgefallen Allahs zu gewinnen. Stets befinden sich sich auf Seiten der guten, gerechten und schönen Moral. Sie hüten sich vor jeder Art von Schlechtheit und Unmoral.
Demgegenüber verteidigen zahlreiche Lehren auf der Welt Ansichten, die völlig im Gegensatz zu dem Moralverständnis stehen, das die Göttlichen Religionen lehren. So brachte zum Beispiel die in den letzten zweihundert Jahren äußerst einflußreiche materialistische Philosophie die Menschen dazu, nur an ihre eigenen Interessen zu denken und sich zu Individuen zu entwickeln, die keine Regeln mehr kennen. Ein auf dieser Philosophie gestützter Lebensstil betrachtet das Leben als eine Art Arena und sieht vor, die Leidenschaft der Menschen so weit wie möglich aufzuwiegeln und jeden Weg einzuschlagen, der diese befriedigt. Auf der anderen Seite akzeptiert der Materialismus – da er die Offenbarung Allahs ablehnt – keinerlei Kriterium bezüglich der Natur des Menschen und weist alle moralischen Werte zurück, die von den Göttlichen Religionen etabliert wurden. Welch große Zerstörung dies für die Menschheit bedeutet hat ist weitgehend bekannt. Auseinandersetzungen und Spannungen, Menschen, die einander wegen eines Stücks Land, eines Amtes oder wegen ihres Ansehens unbarmherzig angreifen, die zunehmender Unterdrückung ausgesetzten Verfolgten und Bedürftigen, die Verbreitung von Ungerechtigkeit und die Zunahme der Unmoral und Degeneration sind nur einige Beispiele dieser Zerstörung.
In dieser Situation ist es erforderlich, dass Angehörige der drei Göttlichen Religionen für die Rettung der vom Materialismus betrogenen Menschheit eine Allianz eingehen. Wichtige gemeinsame Punkte dabei sind der Glaube an die Existenz Allahs, der Glaube dass Er uns erschaffen hat und uns Bücher und Propheten sandte, um uns den richtigen Weg zu weisen. Menschen die daran glauben – Juden, Christen und Muslime – sind einander näher als die Menschen, die diese Tatsachen zurückweisen.
Die Angehörigen der drei Göttlichen Religionen müssen eine Allianz eingehen. Die gute Moral, die anhand der gemeinsamen Werte beschrieben wird, ist ganz sicher zu erreichen, wenn die Gläubigen der drei Religionen Hand in Hand vorgehen.
GEMEINSAME GOTTESVEREHRUNG, GEMEINSAME MORALISCHE WERTE
Zusammenfassung
Dieser Artikel beleuchtet die gemeinsamen moralischen Werte und die Gottesverehrung im Judentum, Christentum und Islam. Er betont, dass Allah den Menschen den Weg zum Wohlgefallen durch Botschafter und Bücher gewiesen hat und dass grundlegende moralische Prinzipien wie Gerechtigkeit und Respekt in allen drei göttlichen Religionen Gültigkeit besitzen. Der Text ruft zu einer Allianz der Gläubigen gegen die zerstörerischen Auswirkungen des Materialismus auf.
Wichtigste Punkte
- Allah hat den Menschen den Weg zu Seinem Wohlgefallen durch Propheten und Offenbarungen aufgezeigt.
- Judentum, Christentum und Islam teilen grundlegende moralische Werte wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
- Untugenden wie Undankbarkeit, Egoismus und Grausamkeit sind in allen drei göttlichen Religionen verboten.
- Die materialistische Philosophie führt zu einer Abkehr von moralischen Werten und verursacht Leid in der Gesellschaft.
- Eine Allianz der Angehörigen der drei göttlichen Religionen ist notwendig, um die Menschheit vor dem Materialismus zu retten.
- Der gemeinsame Glaube an Allah und Seine Offenbarung verbindet Juden, Christen und Muslime.
Häufig gestellte Fragen
Welche grundlegenden moralischen Werte sind im Judentum, Christentum und Islam gemeinsam?
Grundlegende moralische Werte, die in allen drei göttlichen Religionen Gültigkeit besitzen, sind zum Beispiel: nicht stehlen, nicht töten, nicht ehebrechen, nicht lügen, gerecht sein, höflich und respektvoll gegenüber anderen sein und sich vor Ungerechtigkeit hüten.
Warum ist ein gemeinsames Moralverständnis für Gläubige wichtig?
Ein gemeinsames Moralverständnis ermöglicht es Gläubigen unterschiedlicher Religionen, trotz abweichender Ansichten und Glaubenspraktiken, gleich auf bestimmte Ereignisse zu reagieren und gemeinsam vorzugehen. Es schafft eine Basis für Einheit und Zusammenarbeit.
Welche Eigenschaften werden von den göttlichen Religionen gefördert?
Die göttlichen Religionen rufen die Menschen dazu auf, achtungsvoll, liebevoll, gerecht, gewissenhaft, teilnahmsvoll, barmherzig, hilfsbereit, das Gute liebend, bescheiden, aufrichtig, vertrauensvoll, großzügig, dankbar, opferbereit, gehorsam und treu zu sein.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise des Materialismus von der der göttlichen Religionen?
Der Materialismus lehnt die Offenbarung Allahs ab und somit auch alle moralischen Werte, die von den göttlichen Religionen etabliert wurden. Er führt dazu, dass Menschen nur an ihre eigenen Interessen denken und keine Regeln mehr kennen, was zu Zerstörung und Unmoral führt.
Welche gemeinsamen Punkte können eine Allianz zwischen den drei göttlichen Religionen bilden?
Wichtige gemeinsame Punkte für eine Allianz sind der Glaube an die Existenz Allahs, der Glaube daran, dass Er uns erschaffen hat und uns Bücher und Propheten sandte, um den richtigen Weg zu weisen. Diese Überzeugungen verbinden Juden, Christen und Muslime.
Wie können die Angehörigen der drei göttlichen Religionen zur Rettung der Menschheit beitragen?
Die Angehörigen der drei göttlichen Religionen müssen eine Allianz eingehen und Hand in Hand vorgehen. Durch die Betonung und das Leben der gemeinsamen guten Moralwerte können sie der vom Materialismus betrogenen Menschheit einen Weg aufzeigen.


